Medizinische Massage

Klassische Massage

Diese Massageform gilt als eine der ältesten Heilkunst. Bereits chinesische Schriften 2600 v. Chr. wurden Massagegriffe beschrieben. Auch die Ärzte Hippokrates (460 – 375 v.Chr.) und Galenos (129 – 199 n. Chr.) wendeten Massagen als Heilmethode an. Dank dem schwedischen Gymnastiklehrer Henrik Ling (1736 – 1839) wurde die Massage in der Schulmedizin anerkannt und weiterentwickelt. Sie kommt zum Zug bei Vorbeugung und Erkrankungen im Bewegungsapparat wie Muskel - und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, rheumatische Beschwerden, Schleudertrauma sowie Stressymptomen. Mit der Massage beeinflusst man in erster Linie Weichteile wie Muskeln, Sehnen, Faszien, Gelenke, Blut- und Lymphgefässsystem sowie das vegetative Nervensystem positiv. Durch Kneten, Streichen, Klopfen, Vibrieren und Drücken des Muskels oder Muskelgruppen wird lokal die Durchblutung gesteigert, die Gefässe öffnen sich. So können einerseits Stoffwechselendprodukte besser abtransportiert werden, andererseits wird sauerstoffreiches – und nährstoffhaltiges Blut in das Gewebe zugeführt. Dies bewirkt eine optimale Versorgung der Muskelzellen was zu einer Entspannung führt.

Fussreflexzonenmassage

Die Ursprünge der Fussreflexzonenmassage gehen viele Jahrtausende zurück bis ins alte China, wobei vor allem die Reflexzonenmassage mit den Meridianen in Verbindung gebracht werden. Als Pionier der neuen westlichen Reflextherapie gilt der amerikanische HNO-Arzt William Fitzgerald. Er begründete um 1900 die ersten dokumentierten, therapeutischen Anwendungen der Reflexzonenarbeit. Er hatte Kenntnisse erlangt von den Heilmethoden der indianischen Volksmedizin, dass alle Organe reflektorisch mit bestimmten Zonen an Füssen und Händen in Verbindung stehen und über Druck auf diese bestimmten Punkte entsprechende Organe aktiviert werden. Diese bewirkt einerseits lokale Durchblutungssteigerung und andererseits wird über einen Reflexbogen die jeweiligen Organen in ihren Funktionen angenehm stimuliert.

Manuelle Lymphdrainage

Die Technik der manuellen Lymphdrainage geht auf den dänischen Masseur und Physiotherapeuten Dr. phil. Emil Vodder (1896-1986) zurück. Während seiner Tätigkeit als Masseur stellte Vodder Anfang der 1930er-Jahren fest, dass er chronische Erkältungskrankheiten durch eine vorsichtige Massage der geschwollenen Lymphknoten am Hals heilen konnte. Ausgehend von diesen Erfahrungen entwickelte er diese Methode Das Lymphgefässsystem des Körpers hat die Aufgabe, die Flüssigkeit (Lymphe) aus dem Gewebe aufzunehmen und in die Blutgefässe abzuleiten. Eine gestörte Funktionsfähigkeit dieses Drainagesystems zum Beispiel infolge von Verletzungen oder nach Operationen kann zu einer Ansammlung von Flüssigkeit in den Zellzwischenräumen führen. Als Folge davon können Schwellungen (Ödeme) entstehen. Es stellt nebst dem venösen und arteriellen Gefässsystem ein weiteres wichtiges Transportsystem dar. Starke Einwirkungen auf das Gewebe wie Verletzung, Verstauchungen, nach operativen Zuständen, statische Belastungen, allergische Reaktionen oder Infizierung mit hohen Anzahl Bakterien, Viren oder Fremdkörpern können zu einem Flüssigkeitsstau im Gewebe führen. Die sanfte Therapeiform, die manuelle Lymphdrainage aktiviert und unterstützt einen schnellen Abfluss der Flüssigkeit und sorgt für einen optimalen Heilungsprozess.

Schröpfmassage

Erste Hinweise für die medizinische Verwendung des Schröpfens fand man auf einem mesopotamischen Arztsiegel aus der Zeit um 3300 v. Chr. Auch in der traditionellen Medizin Indiens, Chinas, Südamerikas und Ägyptens war Schröpfen eine anerkannte Heilmethode. Im Griechenland der Antike gab es sogar einen Gott des Schröpfens und das Verfahren wurde so häufig eingesetzt, dass die Schröpfglocke zum Symbol der Ärzte wurde.
 
Im Rahmen seiner Humorallehre gab der griechische Arzt Hippokrates (460-377 v. Chr.) nicht nur eine theoretische Begründung für die Wirksamkeit des Schröpfens, sondern auch detaillierte Anweisungen zur Durchführung. Im Mittelalter waren es vor allem die Bader und Baderchirurgen, die ihre Kunden schröpften und zur Ader liessen. Da sie das „blutige Handwerk“ meist falsch und viel zu häufig anwendeten, geriet die Methode völlig in Verruf. Erst in den 1920er-Jahren machte der österreichische Arzt Bernhard Aschner (1883-1960) die ausleitenden Verfahren wieder populär. Heute wird Schröpfen überwiegend von Naturheilpraktikern, Chinesisce Mediziner und Masseuren eingesetzt. Schröpfen ist eine Reiztherapie, bei der man sich das Prinzip der Reflexzonen zu Nutze macht: Verschiedene Hautbereiche, sogenannte Head-Zonen, sind über Nervenbahnen mit bestimmten inneren Organen verbunden. Aufgrund dieser Nervenverbindungen können Störungen eines inneren Organs reflexartig Schmerzen oder Veränderungen (Überempfindlichkeit, Eindellungen, Quellungen) in dem zugehörigen Hautareal und dem darunter liegenden Bindegewebe auslösen. Diese Verbindung nutzt man bei den Reiz- oder Reflextherapien in umgekehrter Richtung: Übt man mechanisch, mit Wärme oder Medikamenten einen Reiz auf ein bestimmtes Hautgebiet aus, so beeinflusst man auf diese Weise auch das mit diesem Hautbereich verbundene erkranktes Organ.

Schwangerschaftsmassage

Werdende Mütter haben spezielle Bedürfnisse und Beschwerden, auf die in der Massage ganz gezielt eingegangen wird. Schwangere Frauen leiden zum Beispiel häufig an Rückenschmerzen in der Schwangerschaft, Nackenverspannungen und Wasser in den Beinen.

Entspannung ist ebenfalls ein grosses und wichtiges Thema in dieser spannenden Zeit. Mit einer entspannenden Massage tun Mamas nicht nur sich selbst etwas Gutes. Auch für die Entwicklung des Babys und für die anstehende Geburt hat ein ausgeglichenes Nervensystem, ein entspannter Körper und innere Harmonie und Ruhe eine enorm positive Wirkung.

Grundsätzlich sind alle Arten der Massagen zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft im Bereich der Hals- und Brustwirbelsäule, sowie an Armen, Beinen und Füssen möglich. Massagen im unteren Rückenbereich werden im ersten Trimenon und gegen Ende der Schwangerschaft und bei Risikoschwangerschaften eher nicht angewandt und wenn, dann nur sehr vorsichtig und sanft durchgeführt. Bei normal verlaufenden Schwangerschaften sind aber je nach Stadium Massagen der Lendenwirbelsäule ohne Bedenken anzuwenden.

Die Schwangerschaftsmassage wird bequem auf der Seite und auf dem Rücken durchgeführt.

Erstsitzung mit Anamnese 75 - 90 Minuten-160. - bis 190.-

Stundenansatz 130.-